Köln: Gewalt bei Antikriegs-Demo - Verletzte auf beiden Seiten

Verletzte auf beiden Seiten:Köln: Gewalt auf Antikriegs-Demo

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In Köln ist es bei einer Antikriegs-Demo zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Polizei gekommen. Eine Gruppe wurde bis in die Nacht von der Polizei "festgesetzt".

Teilnehmer (hinten) werden bei einem "Anti-Kriegs-Marsch" der Initiative "Rheinmetall Entwaffnen" durch die Polizei eingekesselt. Teilnehmer (hinten) werden bei einem "Anti-Kriegs-Marsch" der Initiative "Rheinmetall Entwaffnen" durch die Polizei eingekesselt.

Bei einer Antikriegsdemonstration in Köln ist es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Zwölf Beamte wurden verletzt.

31.08.2025 | 0:21 min

Im Zuge eines Antikriegs-Marsches durch die Kölner Innenstadt in Nordrhein-Westfalen ist es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten gekommen. Die Versammlung des Bündnisses "Rheinmetall entwaffnen" sei am Samstagabend nach Angriffen auf Beamte und wiederholten Verstößen gegen das Versammlungsrecht gestoppt worden, teilte die Polizei mit.

Einsatzkräfte hätten Reizgas und Schlagstöcke eingesetzt, um Angriffe zu unterbinden. Zwölf Polizisten seien verletzt worden - vier hätten den Dienst beenden müssen. Ein Sprecher der Demonstranten sprach ebenfalls von Verletzten.

Rheinmetall

Schon seit Anfang der Woche protestiert das Bündnis „Rheinmetall Entwaffnen“ mit Blockaden und Demos gegen Aufrüstung und Wehrdienst.

27.08.2025 | 1:46 min

Polizei kesselt Demonstranten in Köln bis in die Nacht ein

Eine Gruppe, aus deren Reihen es Angriffe gegeben habe, sei "festgesetzt" worden, teilte die Polizei mit. Ein dpa-Reporter beobachtete, wie ein harter Kern von Demonstranten bis tief in die Nacht hinein eingekesselt wurde. Die Polizei erklärte, die Feststellung der Identitäten von Personen, die nach ersten Erkenntnissen an unfriedlichen Aktionen beteiligt gewesen seien, habe bis in die Nacht hinein gedauert. Mehrere Personen seien in Gewahrsam genommen worden.

Demonstranten warfen der Polizei vor, einige von ihnen ohne Versorgung festzuhalten. Die Polizei entgegnete, es habe Getränke und mobile Toiletten gegeben. Ein Sprecher der Demonstranten sagte am Abend, es gebe 40 bis 60 Verletzte, die nicht ins Krankenhaus gelassen worden seien. Ein Polizeisprecher sagte dazu: "Medizinische Hilfe wird da, wo sie erforderlich ist, mit Sicherheit zugänglich gemacht."

Gewalt gegen Polizisten nimmt zu

Bei einer Demonstration in Essen vor einem Jahr werden zwei Polizisten von Demonstranten schwer verletzt.

20.08.2025 | 4:07 min

Die Polizei sprach an diesem Sonntag von zwölf Teilnehmern, die sich gemeldet und angegeben hätten, verletzt zu sein. Zu möglichen Anzeigen gegen Beamte hatte der Polizeisprecher zunächst keine Erkenntnisse. Zudem habe es zwei medizinische Notfälle gegeben. Diese Personen seien von Rettungskräften versorgt worden und in ein Krankenhaus gekommen.

In einer Mitteilung des Bündnisses "Rheinmetall-Entwaffnen" vom Sonntagabend hieß es, die Polizei habe gezielte Schläge auf die Hände und in die Magengrube sowie Pfefferspray eingesetzt. 147 Personen seien durch das Vorgehen der Einsatzkräfte verletzt und von den Sanitätern behandelt worden, 18 Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden.

Eine so brutale Eskalation der Polizei ist ein politischer Skandal.

Mitteilung Bündnis "Rheinmetall-Entwaffnen"

Demonstranten teilweise vermummt und mit Pyrotechnik

An der Demonstration gegen Aufrüstung und Krieg hatten sich nach Angaben der Polizei zeitweise etwa 3.000 Menschen beteiligt. Einige Teilnehmer seien vermummt gewesen und hätten Rauchtöpfe gezündet, sagte ein Polizeisprecher. In einem Begleitfahrzeug seien neben Pyrotechnik auch Brennspiritus und Gasflaschen gefunden worden.

Quelle: dpa

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